Herzlich Willkommen beim Netzwerk Genomische Medizin (NGM) Lungenkrebs in Köln

Das Netzwerk Genomische Medizin (NGM) Lungenkrebs wurde im März 2010 von der Kölner Lungenkrebsgruppe (LCGC) und dem Institut für Pathologie im Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) am Universitätsklinikum Köln gegründet. Primäres Ziel war, zunächst in Nordrhein-Westfalen eine umfassende und qualitativ hochwertige molekulare Diagnostik für alle Patienten mit Lungenkrebs anzubieten und so die Implementierung personalisierter Therapie in der klinischen Routineversorgung zu fördern.

Die grundsätzliche Philosophie im Netzwerk Genomische Medizin (NGM) besteht darin, bei jedem Patienten mit einem fortgeschrittenen und/oder nicht kurativ behandelbaren, bösartigen Lungentumor eine umfassende Diagnostik durchzuführen, die alle Aspekte möglicher Therapieentscheidungen zeitnah und unabhängig von der Frage einer Kostenerstattung abklärt.

Hierzu wird das Tumorgewebe zentral auf alle molekularen Veränderungen untersucht, die bereits jetzt oder in Zukunft eine therapeutische Relevanz haben können. Die anschließende Behandlung erfolgt wiederum dezentral, so dass Patienten auch wohnortnah von der Spitzenmedizin profitieren können. Innerhalb des Netzwerks versuchen wir auch, unseren Patienten bei Nachweis einer Mutation, für deren Behandlung noch kein zugelassenes Medikament gibt, eine geeignete klinische Studie mit einem neuen Medikament anzubieten. In der engen Kooperation mit den Kostenträgern haben wir uns auch die kontinuierliche Evaluation der gewonnen Daten zum Ziel gesetzt, um so die Durchdringung der personalisierten Medizin in die Routineversorgung in Deutschland zu fördern. NGM stellt die europaweit größte Plattform zur molekularen Diagnostik dar.

Das nationale Netzwerk Genomische Medizin (nNGM) Lungenkrebs

Das nationale Netzwerk Genomische Medizin (nNGM) Lungenkrebs, in dem sich 15 universitäre Krebszentren (Netzwerkzentren) zusammenschließen, ist seit April 2018 eine Weiterentwicklung des Kölner Netzwerks Genomische Medizin (NGM). Dieses bundesweite Netzwerk soll allen Patienten mit einem fortgeschrittenen und/oder nicht kurativ behandelbaren nicht-kleinzelligen Lungenkrebs in Deutschland Zugang zu molekularer Diagnostik und innovativen Therapien ermöglichen. Wie im Kölner NGM soll die (Weiter-)Behandlung nach der zentralen Diagnostik in einem der Netzwerkzentren weiterhin wohnortnah, bei einem Netzwerkpartner der Wahl erfolgen können.

Das nNGM kann bereits jedem dritten Betroffenen eine neue, maßgeschneiderte Therapie anbieten – Tendenz steigend, erklärt der Lungenkrebs-Experte Professor Dr. Jürgen Wolf, Ärztlicher Leiter des Centrums für Integrierte Onkologie (CIO) Köln und Mitglied des nNGM-Koordinationsteams. Langfristiges Ziel des Netzwerks ist eine flächendeckend gute Versorgung aller Lungenkrebspatienten in Deutschland.